Länderinfo: Marokko und Westsahara

Stand der Informationen: Januar 2017

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Unsere Länderbeschreibung
Sicherheit
Regenzeiten und beste Reisezeit
Sprachen
Visa
Einreise (Personen und Auto)
Ausreise (Personen und Auto)
Autoversicherung
Polizei-Checkpoints und anderer Ärger
Geld und Bankomaten
Dieselpreis und beste Tankstelle
Empfehlenswerte Campingplätze
Bushcamps
Reiseführer
Offroadführer und GPS-Tracks
Unsere Highlights

Alle Informationen sind persönliche und subjektive Erfahrungen und Einschätzungen und daher unter keinen Umständen bindend. Bitte beachtet dazu auch unseren Hinweis zu den Länderinformationen auf der Übersichtsseite.

Unsere Länderbeschreibung: Marokko wird von manch einem erfahrenen Afrikafahrer gerne als „Europa, nicht Afrika“ abgetan. Ja, die Sicherheitslage und Infrastruktur ist, verglichen mit anderen afrikanischen Ländern, sehr gut. Und genau das macht das Land aus unserer Sicht so interessant. Denn es bietet ein wahnsinnig breites Spektrum an Landschaften, Möglichkeiten und Erlebnissen bei gleichzeitig hohem Reisekomfort und guter Sicherheit. An der Atlantik- oder Mittelmeerküste warten Bade- und Surfstrände, auch wenn am Atlantik immer eine steife Brise weht. Mit dem Rif-Gebirge kann man ein gemäßigtes Mittelgebirge mit wilder Vergangenheit besuchen. Dagegen locken im Atlas-Gebirge mehr als 4.000 Meter hohe Berge – mit dem Jbel Toubkal sogar der höchste Berg Nordafrikas. Magische Städte wie Fès oder Marrakesch stehen im Kontrast zu modernen Großstädten wie Rabat oder Casablanca. Im Hinterland warten die Ausläufer der Sahara, im Erg Chebbi oder Erg Chegaga kann man tagelang ungestört durch die Dünen fahren und sich dazwischen in schönen Palmenoasen erholen. In der Thodra-Schlucht kommen Kletterer auf ihre Kosten. Und selbst die Westsahara hat ihren Reiz: die kilometerlange Fahrt durch die Einöde aus Sand und Gestrüpp empfanden wir als sehr meditativ. Und fast überall kann man problemlos campieren oder frei stehen.

Sicherheit: Nach unserer persönlichen Einschätzung ist Marokko eines der sichersten afrikanischen Länder. Beim Auswärtigen Amt liest sich das aktuell natürlich etwas anders, aber wenn man danach geht, sollte man auch nicht nach Thailand fliegen. Man muss bedenken, dass die Informationen des Auswärtigen Amtes auch von Unternehmen (Schicke ich meine Mitarbeiter dort hin?) und Versicherungen herangezogen werden. Unserer Meinung nach sind die Warnungen daher tendenziell eher etwas übertrieben bzw. pessimistisch. Wir haben uns jedenfalls zu jeder Zeit und an jedem Ort in Marokko und der Westsahara sehr wohl und willkommen gefühlt. Auch im Erg Chegaga und Erg Chebbi in der Nähe der algerischen Grenze. In der Westsahara liegen allerdings leider noch viele Minen. Bitte informiert euch selbst über die aktuelle Sicherheitslage, siehe dazu auch unseren Hinweis am Seitenanfang.

Regenzeiten und beste Reisezeit: Keine Regenzeiten. Marokko und die Westsahara kann man daher unserer Meinung nach das ganze Jahr über bereisen. Hochsaison sind aber sicherlich die Monate November-Februar, wenn tausende europäische Rentner in ihren Wohnmobilen zum Überwintern anrollen.

Sprachen: Französisch ist von Vorteil, geht aber auch mit Englisch.

Visa: On Arrival, keine Kosten. Gültigkeit: 90 Tage. Wir haben unser Visum noch auf der Fähre (Genua-Tanger) erhalten. Wir reisen grundsätzlich mit Reisepass.

Einreise (Personen und Auto): Die Einreise erfolgte bei uns direkt am großen Hafen von Tanger Med. Keine Kosten und ratzfatz erledigt. Für das Auto besteht keine Carnet-Pflicht, man erhält noch auf der Fähre ein Zoll-Papier, das auch für die Ausreise benötigt wird.

Ausreise (Personen und Auto): Wir sind aus der Westsahara (offiziell ja Marokko) nach Mauretanien ausgereist. Die Ausreise hat sich etwas gezogen, da wir diverse Stationen durchlaufen mussten: Polizei (Pass-Check), Scanner (Auto durchleuchten), Zoll (Prüfung des Papierfetzens für das Auto) und finales Abnicken eines Kontrolleurs. Da bei uns auch noch die Mittagspause dazwischen lag, hat sich das Prozedere über drei Stunden gezogen. Keinerlei Kosten.

Autoversicherung: Eine Haftpflichtversicherung für das Auto kann man zum Beispiel im alten bzw. kleinen Hafen im Zentrum von Tanger kaufen. Wir haben unsere KFZ-Versicherung für Marokko dieses Mal erst in Rabat bei einem Axa-Büro gekauft. Kosten für einen Monat ca. 90 Euro. Es geht auch kürzer und damit günstiger.

Polizei-Checkpoints und anderer Ärger: Man trifft auf viele Polizeicheckpoints, besonders in der Westsahara. Meist hilft es, einen vorbereiteten Fiche herauszurücken und etwas Smalltalk zu halten. Wir hatten nie Ärger oder Beamte, die nach Geld gefragt haben.

Geld und Bankomaten: Dirham, Wechselkurs 1 Euro = ca. 10 Dirham. Bankomaten für Abhebungen mit VISA-Karten finden sich in allen Städten.

Dieselpreis und beste Tankstelle: Dieselpreis Marokko 1 Liter = ca. 0,80 Euro. In der Westsahara ist es wesentlich günstiger, da zollfrei. Dieselpreis Westsahara 1 Liter = 0,50 Euro. Im Süden der Westsahara wird es wieder teurer, am günstigsten ist der Sprit im Norden bei Laayoune. Beste Tanke (zumindest in der Westsahara): PNA (bester Sprit, auch wenn sie abgefuckt aussehen). Keine Probleme mit der Qualität oder Verfügbarkeit von Diesel.

Empfehlenswerte Campingplätze: Marokko hat so viele Campingplätze, dass es hierfür einen eigenen Campingplatz-Führer reicht. Wildcamping ist fast überall möglich.

Bushcamps: Die App iOverlander (auch als Website verfügbar) bietet einen Überblick über tolle Bushcamps, von denen es in Marokko viele gibt.

Reiseführer: Es gibt eine Vielzahl an aktuellen Reiseführern, wir reisen mit dem Lonely Planet Moroco (die englischsprachigen Reiseführer sind immer aktueller).

Offroadführer und GPS-Tracks: Wir können den MDMOT Offroad-Reiseführer für Marokko empfehlen. Alle beschriebenen Routen kommen mit GPS-Tracks. Ansonsten bietet Wikiloc massenhaft tolle Offroad GPS-Tracks für Marokko.

Unsere Highlights:

1. Herumschlendern in der Altstadt von Fès: Für uns einer der tollsten und magischsten Orte in Marokko. Wir waren Anfangs total geflasht, fühlten uns wie in Tausendundeine Nacht. Fès hat uns sehr viel besser gefallen, als das sehr touristische Marrakesch. Auch der Besuch eines lokalen Hammam-Bades ist ein Erlebnis.

2. Sandeln in den Dünen des Erg Chebbi: Ein richtiger Männer-Spielplatz. Man kann mit dem Auto soweit reinbohren, wie man möchte und dabei den ganzen Tag im großen Sandkasten herumspielen. Die Dünen sind auch sehr schön zum campieren, auch wenn wir dort viel Wind hatten (Auto in die Senken stellen. Als Faustregel in den Dünen gilt: wo die Aussicht gut ist, ist viel Wind). Das Erg Chegaga ist auch sehr schön, jedoch etwas weitläufiger und daher nicht so kompakt wie das Erg Chebbi.

3. Besteigung des Jbel Toubkal, höchster Berg Nordafrikas: Wir lieben Bergsteigen uns so mussten wir auch auf den Toubkal steigen. Der Aufstieg ist technisch leicht aber konditionell fordernd. Auf dem Gipfel hat man eine wahnsinnige Aussicht, wir konnten sogar ein wenig Erdkrümmung ausmachen. Vom Dorf Imlil sind wir in einem Tag auf das „Basislager“ an einer Hütte gelaufen. Von dort am nächsten Morgen auf den Gipfel und dann wieder alles zurück bis ins Dort. Noch am gleichen Abend sind wir hundefertig aber überglücklich wieder in Marrakesch angekommen.

4. Lecker Tajine essen: Das Schmorgericht aus dem „Ton-Hut“ üekommt man fast überall in einer Vielzahl an Variationen. Einfach lecker.

5. Klettern in der Thodra-Schlucht: Als begeisterte Kletterer mussten wir dort einen kurzen Stopp einlegen. Tolle Routen von einfach und kurz bis hin zu knackigen Mehrseillängen. Die Locals dort haben einen Kletterführer, aus dem wir gegen ein Snickers ein paar Seiten abfotografieren durften.

6. Abhängen an der Mittelmeer-Küste: Nicht so touristisch wie die Atlantikküste und vor allem, viel wichtiger, nicht so übel windig wie am Atlantik. Wir saßen ein paar Tage im Camp “ Camping Amis de Cala Iris“ bei Cala Iris und haben einfach nur Bier getrunken und auf das ruhige Meer hinausgeschaut.

1 Kommentar

  1. Ah Lukas, du warst ja auch schon als Baby in Marokko und wurdest von deinen Eltern durch Fes getragen- vielleicht erinnerst du dich doch ein bisschen! Alles Liebe!

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