Togo: Geheimnisvolle Dörfer und Voodoo-Kult.

Wir reisen im Norden ein und treffen dabei auf die beiden netten Allgäuer Christa und Jürgen mit ihrem Hund Fritz. Die drei sind in einer Rekordzeit von zwei Wochen mit ihrem Defender vom Allgäu nach Togo gefahren (bigoneontour.de). Wir haben dafür vier Monate gebraucht 🙂 Bei unserem ersten Stopp besuchen wir die Höhlenstadt von Nok. Dort haben sich die Locals vor etwa 100 Jahren mitten in steilen Felsen vor den europäischen Sklavenhändlern versteckt. Nicht weit von dort liegt die ursprüngliche Koutammakou-Region. Sie ist bekannt für ihre befestigten Lehmhäuser, sogenannte Tata, die uns an kleine Burgen erinnern. Ihre Bewohner kommen eigentlich aus anderen Gegenden und mussten sich und ihre Häuschen immer wieder gegen Angriffe verteidigen. Die traditionelle Bauweise, bei der ein Großteil des Lebens auf dem Dach des Hauses stattfindet, wird bis heute fortgesetzt. Als wir eines Morgens im Auto frierend auf das Thermometer schauen, sind wir leicht geschockt: 28 Grad und uns ist nach Pullover… wie sollen wir das in Deutschland aushalten? Jedenfalls sind wir froh, das wir die Rekordhitze von Burkina Faso hinter uns haben. Weiter geht es in die Hauptstadt an der Küste. Dort wollen wir gleich drei Visa auf einmal erledigen, um zukünftig so wenige Städte wie möglich anfahren zu müssen. Die afrikanischen Hauptstädte sind meist einfach nur anstrengende Moloche ohne Flair oder Sehenswürdigkeiten. Daher hängen wir fast eine Woche in Lomé ab. Spannend ist, dass die ganze Region unter dem großen Einfluss von Voodoo steht, der Religion der Geister, Fetische und Opfer. Wir besuchen unter Anderem einen Fetisch-Markt (das größte Tier-Massaker, das wir je gesehen haben) und nehmen an einer Voodoo-Zeremonie teil (Touristen-Schrott). Für uns ist es schon etwas gruselig und ungewöhnlich, aber in Afrika wird der Voodoo-Kult als offizielle Religion praktiziert. Nachdem wir endlich unsere Visa in der Tasche haben, fahren wir an den Lac Togo. Der See ist wunderschön ruhig und so können wir Togo ganz gemütlich im Bushcamp ausklingen lassen.

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2 Kommentare

  1. Ja unglaublich, eure Bilder! Was ihr alles erlebt!!! So tolle traditionelle Häuser hab ich noch nie gesehen! Und wieviel Lebensfreude und Herzlichkeit aus den schönen schwarzen Menschen spricht, das fasst einen ja richtig aus dem Foto raus an- sehr schön! Grusel, grusel, die ganzen getrockneten Tiere- da bin ich aber froh, dass ich wenigstens ein Hirschgeweih im Carport hängen hab- ist bestimmt auch für etwas gut! Vielen Dank für die faszinierenden Bilder und euren tollen Bericht! Ich umarme euch beide und wünsche euch weiter eine gute Reise!

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